Über mich

Dr. Ralf Woick

geboren:  8.11.1957 in Bad Harzburg

Von Beruf Geologe.

Lebt & arbeitet seit 1989 in Burgdorf bei Hannover/Niedersachsen.

Ist seit 2013 ausschließlich als Maler und Bildhauer tätig. 

 

Nachdem ich viele Jahre neben meiner beruflichen Tätigkeit als Geologe künstlerisch tätig war, bin ich nun ausschließlich Bildhauer und Maler. Die Geologie hat mich bei der künstlerischen Tätigkeit allerdings immer beeinflusst und tut es aktuell auch noch. Dies spiegelt sich in der Liebe zum Naturstein wider, kommt aber auch - denke ich - in meiner Malerei des Öfteren zum Ausdruck..... 

 

"Malerei ist gesteigertes Leben" Emil Schumacher

Diesen Ausspruch kann ich nur uneingeschränkt teilen. "Wenn ich male dann lebe ich" so würde ich es auch formulieren wollen. Malerei bedeutet für mich in erster Linie loszulassen von der realen Welt und einen Bildnerischen Ausdruck für Das zu finden was mich momentan bewegt. Die Inspiration hierfür ist in meinem Fall vielfältig.  Häufig werde ich von Motiven in der Natur geleitet aber der Anstoß zu einem Gemälde kann ebenso aus der Welt der Technik kommen. In manchen Fällen dienen mir auch Personen als Idee zu einem Gemälde. Einige meiner Bilder mussten sich im Laufe ihrer Entstehung einer "Transformation" z.B. von einem Foto oder einer Skizze zu einer digitalen Vorlage unterziehen. Schließlich sind andere Bilder wiederum rein intuitiv entstanden. Letztere sind für mich die spannendsten Produkte, da sich ihre Wurzel direkt im Unterbewusstsein  befindet und der Sinn sich mir oft erst sehr viel später erschließt.......

Die Mittel der digitalen Bildverarbeitung sind mir ein wichtiges Instrument für die Erstellung von Vorlagen für die Malerei. Am Anfang steht das Foto, ein Scan von Irgendetwas, eine Skizze oder aber die weiße und jungfräuliche Malfläche einer Zeichen bzw. Mal Software. Dann wird der erste Entwurf digital mit Bildverarbeitungsprogrammen etc. bearbeitet und dann im Verlauf der Bearbeitung unter Umständen mehrfach zwischen den verschiedenen Programmen hin und her bewegt bzw. transformiert. Das Resultat ist ein digitales Bild, welches dann seinerseits wiederum als Vorlage zur Malerei dient oder auch als Endprodukt digital so stehen bleibt.

Die Bildhauerei ist für mich ein äußerst sinnlicher Vorgang. Dies beginnt bereits bei der Auswahl des Materials. Im Stein erkenne ich zumeist bereits was er zu sein scheint und muss dann eigentlich nur das Material wegschlagen was nicht dazu gehört. Deshalb verwende ich meist nur durch die Natur oder natürliche Prozesse vorgeformte Stücke.Bei Quadern fällt es mir hingegen ungleich schwerer, das Werkstück seiner endgültigen Bestimmung bzw. Form zuzuführen. Das ist der eine Weg welcher durch einen Prozess des Abbauens bestimmt ist. Mich reizt hier auch insbesondere die Komponente der körperlichen Arbeit. Vor dem finalen Resultat muss zunächst eine gehörige Portion Schweiß fließen und auch ein paar wunde Hände sind eine notwendige Nebenwirkung.  Beim Prozess des Aufbauens hingegen wie z.B. beim Arbeiten mit Gips, Ton und anderen Materialien ist die Herangehensweise eine ganz andere. Hier kommt es vor, dass ich mir sogar in einigen Fällen skizziere was ich modellieren möchte. Es kommt aber auch vor, dass ich rein intuitiv arbeite und das Material Schicht für Schicht aufbaue, um am Ende dann genauso von dem Ergebnis überrascht zu werden wie bei der intuitiven Malerei. Bei beiden Techniken lasse ich mich jedoch stark von meinem Tastsinn leiten, um das Produkt der perfekten Form anzugleichen und genau dieses Erlebnis, am Ende des Prozesses die perfekte Form in der Hand zu halten macht für mich den Reiz bei der Bildhauerei aus. In einigen Fällen lasse ich Bronze oder Eisen Abgüsse der fertigen Arbeiten anfertigen, um die Unterschiede der Oberflächen bei gleicher Form miteinander korrespondieren zu lassen.